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Geschrieben von: Administrator   
Donnerstag, den 27. Mai 2010 um 14:16 Uhr

 

 

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Geschichte 

Die ersten dokumentierten Speedwayrennen fanden laut der „Maitland Mercury Newspaper“ am 15. Dezember 1923 in Maitland in New South Wales (Australien) statt. Jedoch gab es schon vorher in den USA und in Australien einige Motorsportveranstaltungen dieser Art. So wurden in den Vereinigten Staaten schon vor dem ersten Weltkrieg kleinere Rennen mit Motorrädern auf Feldwegen gefahren. Die beiden Australier Billy Galloway und Keith McKay kamen 1928 nach Europa, um den in Australien bereits populären Speedwaysport auch dort zu etablieren. Sie veranstalteten die ersten offiziellen Speedwayrennen in Großbritannien mit Motorrädern ohne Bremsen auf ovalförmigen Strecken mit sandigem Untergrund. In England entwickelten sich die ersten Speedwayligen, und es wurden auch Rennen in großen Stadien wie etwa im Wembley-Stadion abgehalten.

In England entwickelte sich ebenso die Star Riders' Championship, der Vorläufer der heutigen Weltmeisterschaft. Allerdings waren die englischen Fahrer den amerikanischen und australischen Fahrern bei weitem unterlegen, weshalb in zwei voneinander getrennten Gruppen gefahren wurde.

Kurzinformationen über den Sport 

Speedwayrennen finden auf einer flachen, ovalen Strecke mit einem Untergrund aus Kalksandstein statt. Laut offizieller Definition handelt es sich um einen „Belag aus Granit, Schiefer, Ziegel-Granulat oder ähnlichem ungebundenen Material auf einem Untergrund aus fester Erde“.[1] Die Rennfahrer legen ihre Maschinen seitwärts in die Kurven (sogenanntes Powersliding), wobei die Hinterräder nach außen „ausschlagen“ und sie mit den Vorderrädern um die Kurven steuern (siehe Bilder).

Bei einem Speedwayrennen starten vier oder sechs Fahrer gleichzeitig in einem stehenden Start. Ihre Motorräder müssen mindestens 80 Kilogramm wiegen, haben keine Bremse und nur einen Gang. Die Motoren bestehen aus 500ccm Einzylinder-Viertaktern mit Methanol als Kraftstoff. Es werden Geschwindigkeiten bis zu 130 km/h (auf den Geraden) erreicht.

Ein Rennen über 4 Runden dauert bei einer Bahnlänge von 300 bis 400 Metern in etwa eine Minute.

Der wichtigste Speedwaywettbewerb ist die Speedway-WM, die seit 1995 im Grand-Prix-System ausgetragen wird. Der Fahrer, der über die gesamte Saison die meisten Punkte in den Grand-Prix-Rennen sammelt, darf sich am Ende Weltmeister nennen.

Die größte Popularität erreicht der Speedwaysport heutzutage in Osteuropa (vor allem Polen), Großbritannien und Skandinavien. In Deutschland, Belgien und den Niederlanden sind dagegen Langbahnrennen (über 425 Meter) populärer, die von den Fahrern nicht so viel technisches Können verlangen, dafür aber mehr Ausdauer.

In Deutschland gibt es eine Speedway-Bundesliga, bei der der deutsche Vereinsmeister ausgefahren wird. Zudem werden jährlich deutsche Einzelmeisterschaften der Profis und U-19 sowie U-21-Meisterschaften ausgefahren. Speedwayfahrer nehmen in der Regel an mehreren Ligen gleichzeitig teil. Dies ist möglich, da nicht jedes Team an jedem Wochenende einen Renntag hat. Die Fahrer sind oft Mitglieder in mehreren Teams in verschiedenen Ländern. Somit haben die Speedwayfahrer fast immer einen vollen Terminkalender, denn zusätzlich zu den Ligarennen kommen noch verschiedene Pokalwettbewerbe der Ligateams, nationale und internationale Meisterschaften sowie weitere Einladungsturniere an denen die Fahrer teilnehmen, hinzu. Es ist auch sehr verbreitet, dass die Fahrer ihre Teams häufig wechseln. Verträge, die über mehr als drei Jahre laufen, sind eher selten.

Geschwindigkeiten 

Die Durchschnittsgeschwindigkeiten liegen ungefähr bei 75 bis 80 km/h. Auf den Geraden werden Geschwindigkeiten von 110 bis 120 km/h erreicht, je nach der Länge der Geraden. Wobei bedacht werden muss, dass die Bahnsportmotorräder (Speedway) weder Bremsen, Hinterradfederung noch Gangschaltung besitzen. Nach dem Start beschleunigen die Fahrer ihre Rennmaschinen innerhalb von etwas mehr als fünf Sekunden auf 100 km/h. Sandbahnmaschinen besitzen 2 Gänge, wobei der erste Gang nur beim Start verwendet wird.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 20. März 2017 um 10:10 Uhr
 

Mittwoch, 18. Oktober 2017

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